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Super-Nannys unter sich!

Posted in Allgemein von JEC am 16. Jul. 2009

Symbolischer könnte man es wohl kaum gestalten: Die SPD holt sich die Super-Nanny ins Boot. Gemeint ist natürlich die „echte“ Super-Nanny aus dem Unterschichten TV der Privatsender: Katja „ein Stück-weit“ Saalfrank oder Saalfeld oder irgendwie so.

Nun mag sich der eine oder andere Genosse darüber wundern: Wieso eine Super-Nanny, wir haben doch schon Bätzing. Und in der Tat dürfte sich das –setzen wir mal den unwahrscheinlichen Fall voraus, dass die SPD am 27.09.09 nicht gänzlich in der Versenkung verschwindet, recht spannend entwickeln. So langsam dürfte es eng werden an der Missionierungsfront der SPD. Bätzing, Binding, Lauterbach, Kelber und jetzt auch noch die Fleisch gewordene political correctness eines deutschen Tittensenders.

Allein zwischen Bätzing und der Saaldingsda dürfte der Zickenkrieg ja fast schon vorprogrammiert sein.

Konsequenterweise dauert das Bätzing’sche Trommelfeuer an sinnlosen Ideen weiter an: Wollte Sie letzte Woche noch die Onlinespiele aus dem Netz verbannen (Kann man da nicht einfach das Stoppschild der Gebärmaschine Uschi nehmen?), jetzt will sie ein Unterrichtsfach „gesund leben“ einrichten.
Gut bei Bätzing muss man neuerdings drei bis vier Tage warten bis man sich mit Ihren geistigen Ergüssen intensiv beschäftigt, meist hat sie bis dahin schon wieder zwei drei Mal zurückgerudert, oder zumindest verlauten lassen, man habe sie falsch verstanden. Das Procedere hingegen ist stets dasselbe. Dringender Handlung, komische Ideen.

Das deutsche Komasaufen nimmt dramatisch zu – sagt Bätzing. Eine gewagte These, da der Alkoholkonsum nicht nur insgesamt, sondern auch bei Jugendlichen seit Jahren rückläufig ist. Das was wie höhere Mathematik um die Ecke kommt ist auch Teil eines Kunstkniffs: Man beruft sich auf Zahlen bis 2007, weil die etwas besser ins Bild passen und die Schlussfolgerung selbst leitet man aus der Anzahl Alkohol bedingter Krankenhauseinlieferungen ab. Dazu gibt man das Standardargument „Andere Länder machen das auch“ und fertig ist der telegene Mediengag. Und wir haben wieder was worüber man sich den Kopf zerbrechen kann, ein neues Schulfach.

Gut der eine oder andere im Osten mag das von früher her kennen, es hieß damals Staatbürgerkunde und war dazu geeignet die Metamorphose des Denkens vom „Ich“ zum „Wir“ voran zu treiben.
Warum gründen wir nicht einfach Jugendorganisationen im Stile der Jungpioniere? Engagierte Kinder in HJ ähnlichen Uniformen, die durch die Straßen ziehen und beispielsweise alkoholisierte Obdachlos missionieren? Schon geistert in der Politik der Slogan „Wenn die Eltern versagen muss der Staat eingreifen“.

Im Falle Bätzing starten wir einen vorsichtigen Anfang damit, dass man den Kindern in der Schule beibringt, dass es richtig schlimm ist, wenn der Papa während der Sportschau keine Malven-Tee sondern das Teufelszeug Bier trinkt. Dabei wird auf die Wirkung und die Folgen des Alkohols an deutschen Schulen längst hingewiesen. Biologie achte Klasse. Reicht aber nicht, meint Bätzing, offenbar muss man nicht nur informieren, sondern regelrecht die Gehirne waschen.

Ich persönlich würde ja –wenn wir das jetzt so durchziehen- gar nicht so sehr für ein eigenes Schulfach plädieren, sondern würde den Lernstoff an das Fach Religion angliedern und den Begriff von Religion etwas erweitern: Es soll nicht nur der Glaube an den Schöpfer, sondern auch an all jene Götter in Weiß, an das heilige Gesundheitswesen, an den erweiterten Moralbegriff und an die Religion der politischen Korrektheit vermittelt werden.

Oder so ähnlich. Wie auch immer. Die SPD ist zunehmend dabei das Feld seriöser politischer Themen kampflos zu räumen und stattdessen den Bürger mit sinnlosen erzieherischen Gesetzen zu quälen. Das mag zum einen daran liegen, dass die Partei offenbar vollständig die Orientierung verloren hat und sie es darüber hinaus nicht schafft geltungssüchtige Hinterbänkler etwas mehr Disziplin und vor allem etwas mehr Vernunft beizubringen. Vor allem scheint einzelnen Genossen völlig die Realität abhanden gekommen zu sein.

0,1020,1476481,00So ist beispielsweise Karlchen „überall“ Lauterbach allen ernstes der Ansicht, er könnte mit seinen Hinweisen darauf, dass das Grillen so fürchterlich gesundheitsschädlich sei und eigentlich unterbunden werden müsste, neue Wählerstimmen dazu gewinnen, wie er jüngst im Der Spiegel Interview preisgab. Na klar man könnte auch in einer x-beliebigen Fußgängerzone wahllos Passanten vors Schienbein treten um neue Freunde zu finden!

Nun die SPD setzt offenbar alles daran, das in manchen Arztpraxen plakatierte Projekt 15 umzusetzen:

„Wählen Sie was sie wollen aber nicht SPD“ 15% für die SPD reichen aus“

Ich für meinen Teil werde unser Reichszipfelmützchen Bätzing ab September auf der politischen Bühne schwer vermissen.
Andererseits: Wenn für die Super-Nanny Platz in der SPD ist, warum sollte Sabine Bätzing dann nicht auch eine eigene Fernsehsendung kriegen können. Vielleicht sowas wie Deutschlands Spassbremsen auf Kabel eins.

3 Kommentare zu 'Super-Nannys unter sich!'

Kommentare als RSS oder TrackBack von 'Super-Nannys unter sich!'.

  1. Ben Palmer sagt,

    am 18. Jul. 2009

    Herrlich!

  2. ub56 sagt,

    am 27. Jul. 2009

    Die SPD will doch angesichts der zukünftigen Probleme gar nicht gewählt werden. Da muß halt noch viel Unsinn verzapft werden.
    Da Bäzi zur Kaderschmiede gehört, wird sie eher hinauf als hinunterfallen.
    Find ich auch gut, hab mich gerade so an sie gewöhnt, Jeden Monat ein neuer Kracher dank Bätzing.
    Übrigens: Kabel eins geht gerade noch so, die Shows, die Du ansprichts laufen auf SAT, RTL, Pro Sieben, VOX, also den \\

  3. Tuck sagt,

    am 10. Aug. 2009

    ich frage mich sowieso, was die verwaltungsfrau bätzing mit dem ressour edv-verwaltung nun mit drogen zu tun hat. soviel zu den heuchlerischen und fremdinteressen geprägten, hampelmann und marionettengehabe

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