Manipulation oder die Macht der Studien
Jetzt haben wir den Salat. Wobei den Salat haben wir schon lange, jetzt ist er quasi auch noch angemacht.
Der Salat bestehend aus einer Inflation von Studien, etwas Hirnschmalz als Dressing drüber und als Politik serviert.
Tatsächlich ist es so dass noch nie so viele Studien oder auch Zeugs erstellt wird, was als solches bezeichnet wird wie derzeit. Studien sind die Grundpfeiler unserer Politik, Studien sind Macht.
Wer sich heute nur einen weisen Kittel anzieht und mindestens drei Zeitgenossen zu irgendetwas befragt, tituliert das als Studie und ab damit durchs Sprachrohr.
Sprachrohr ist in diesem Fall die Presse, die im Regelfall ungefiltert das Zeugs hinausposaunt.
Zum einen spart es journalistische Arbeit, da man die Pressemitteilungen von Firmen und Institutionen in der Regel wörtlich übernehmen kann. Gleichzeitig bietet es einen prima Gelegenheit sich bei seinen lukrativen Werbekunden mal so richtig schön zu revanchieren und quasi Folgeaufträge zu sichern.
Nicht selten winkt bei der Gelegenheit noch ein hübsch dotierter Journalistenpreis.
Vor allem mit medizinischen Studien lassen sich da prima Sensationen basteln, wo es keine gibt. Nehmen wir mal an eine Pharmakonzern erfindet eine Krankheit und liefert das zugehörige Präparat gleich mit dazu. Wir nehmen mal an, dieses Mittelchen wurde an 1000 Personen verabreicht und die Symptome der Phantomkrankheit tauchen in dieser Gruppe einmal auf. Man nehme eine gleichgroße Kontrollgruppe dazu und stellt fest zufrieden fest, dass hier jenes Phänomen zweimal auftritt. Jeder vernünftig denkende Mensch, würde hier sagen: Humbug.
Der Auftraggeber der Studie wird dennoch zufrieden sein, kann er sich doch sicher sein, dass die Presse eine Meldung wie „ Das Präparat halbiert das Risiko einer Erkrankung“ daraus macht.
Allerspätestens jedoch wird die Politik, die ja zu jeder Entscheidung die Bevölkerung mit Studien einzulullen versucht, mittels Rosinenpickerei das so hinzudrehen zu wissen, dass es gut klingt. Zumindest das sich „Handlungsbedarf“ daraus ableiten lässt.
So macht das beispielsweise der Genosse Tiefensee, wenn er mal wieder den Bußgeldkatalog erhöht. Das wird natürlich durch eine Studie über die Verkehrstoten flankiert. Dass das Strafregister nun innerhalb kürzester Zeit bereits zweimal erhöht wurde, kaschiert nur mühsam, dass es sich eigentlich um Abzocke handelt. Dass die Opferzahlen im Straßenverkehr seit Jahren rückläufig sind, verschweigt der Genosse mal wieder geflissentlich.
Es scheint vielmehr eine Pflichtübung eines Verkehrsministers alljährlich da mal eine deutliche Erhöhung durchzusetzen. Immerhin ist es eine der wenigen Gelegenheiten einmal mehr ins Rampenlicht zu gelangen, wenn einem beispielsweise das in-den-Sandsetzen einer Bahnprivatisierung oder eines Transrapidprojektes nicht so sehr liegt.
Nicht dass ich da jetzt dafür wäre, aber wenn olle Wolle mal nicht nur heuchlerisch seinen Verkehrstoten dienlich sein möchte, könnte er ja auch die Geschwindigkeit gänzlich begrenzen und die Auto gesetzlich bei einer Höchstgeschwindigkeit abriegeln lassen.
Aber letztlich geht es ja um einen fest kalkulierten Posten im Budget: Einnahmen aus Verkehrskontrollen. Bei dieser Gelegenheit muss ich noch mal eben loswerden, dass mir aufgefallen ist, dass auf den Autobahnen an Baustellen neuerdings die Geschwindigkeit von früher 80 Km/h konsequent auf 60 km/h abgebremst werden.
Das dürfte nicht nur ökologischer Unsinn sein, und dürfte noch nicht einmal der Verkehrssicherheit dienlich sein – im Gegenteil.
Wem es noch nicht aufgefallen ist, der soll man darauf achten, dass neuerdings an nahezu jeder Baustelle ein Stau entsteht.
Man müsste hier schon schwer ausgefeilte Studien vorlegen um zu belegen, dass es hier nicht einzig darum geht den fruchtbaren Acker für Radarkontrollen zu bestellen.
Dass mit so genannten Studien in aller Regel manipuliert wird, wissen wir nicht erst seit dem vorliegenden Armutsbericht, der –oh wunder- einen Rückgang der Armutsgefährdung in Ostdeutschland ausweist. Anderen Studien zufolge ist hier das Risiko um etwa 3% Punkte angestiegen. Allerdings macht sich das für einen SPD Minister recht blöde belegen zu müssen, dass man die letzte Jahre in der Regierungsverantwortung gepfuscht hat.
Also ab in die Schublade, und lieber das rausgekramt, was brauchbar erscheint.
Manchmal frage ich mich, was für Schreibtische in jenen Büros stehen, wie groß deren Schubladen sein müssen.
Und dann heute die kleine Überraschung. Eine Studie der Medizinischen Universität Wien über Krebs erregende Handys ist offenbar gefälscht worden. Scheinbar genügt eine Laborantin an der falschen Stelle, die nunmehr bereits gestanden hat, Ihre ganze Vorgehensweise sei auf die Erzeugung vorgefasster Resultate angelegt gewesen.
Nun Ihren Job hat sie bereits damit verloren.
Ich vermag das nicht zu beurteilen, ob Mobilfunk nun zu Krebs führen kann oder nicht. Allerdings dürfte recht schnell klar sein, dass in diesem Schreckensmeldungen in diesem Bereich der Politik alles andere als gelegen kämen. Immerhin darf man dabei nicht vergessen, dass erst wenige Jahre zuvor sich das hiesige Finanzministerium eines recht üppigen Geldregens durch die Veräußerung von UMTS Lizenzen verschaffen konnte.
Nicht auszudenken, wenn man in diesem Milliardengeschäft nun durch Verbote sich mit etwaigen Rückforderungen herumschlagen müsste.
Erstaunlich in jedem Fall, das eines der überzeugendsten Indizien war, dass die Masse der Studien keine zellschädigende Wirkung nahe legt.
Dass dies ein eher halbherziges Argument sein dürfte, zeigt sich einmal mehr an der berühmten 3301 Passivrauchtoten-Studie des DKFZ. Auch hier kommt die überwiegende Mehrzahl alternativer Studien zum Ergebnis, dass eine Gefährdung durch Passivrauch nicht nachgewiesen werden kann, ohne das jemand Zweifel an der DKFZ Studie hegt.
Hier gibt es noch nicht einmal eine Laborantin, die eine Gelegenheit gehabt hätte Messwerte zu verändern. Bei dieser Studie handelt es sich noch nicht einmal um eine Studie, sondern aus fast willkürlich zusammen gefummelten Erkenntnisse und Phrasen, die aus anderen Studien aus dem Zusammenhang gerissen wurden.
Während die Medizinische Universität Wien mit Hinweisen an die Fachpresse bemüht ist Ihr Renomee zu bewahren, scheint das DKFZ zumindest keinen Ruf mehr zu verlieren haben.
Immerhin scheint diese Studie nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich einigermaßen opportun. Zumindest für das DKFZ. Wenn es denn so etwas wie einen Auftraggeber für die Studie gibt, so käme man zwangsläufig nicht am Pharmaunternehmen Pfizer vorbei, die nicht nur eine Vielzahl der Seminare des DKFZ finanziert, sondern auch eine Reihe von mehr oder minder dubiosen Vereinen, wie etwa den WAT e.V. von Frau Pötschke-Langer.
Wie dieses indirekte sponsoring funktioniert hat uns jüngst die WHO selbst in Großbritannien demonstriert, bei dem selbst die Pharma Unternehmen letzten Endes kalte Füße bekommen haben.
Bei Pfizer schließlich geht es um nicht mehr und auch nicht weniger als um die selbst prognostizierte Umsatzgröße in Höhe von ca. 1 Milliarde für das Rauchentwöhnmittel Champix. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der Pfizer Deutschlandchef den Umzug von Karlsruhe nach Berlin mit den Worten: Man wolle näher an der Politik sein, begründete.
Daher liegt es natürlich auch auf der Hand, dass die Nichtraucherfront bei allen Verbotsforderungen bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Vorzüge von Champix in den Fordergrund stellen, Frau Pötschke-Lange sogar die offen die Bundesregierung aufgefordert hat, dafür zu Sorgen, dass die Kosten für Champix zukünftig von den Krankenkassen übernommen werden sollten.
Wir hatten das schon mal vor einigen Jahren, damals wurde von Gesundheitsaposteln bei gleichzeitigen Forderungen nach Rauchverboten das Präparat Zyban der Firma GlaxoSmithKline (überigens ein weiterer Sponsor von Pötschkes WAT e.V.) gepusht.
Erst nach Todesfällen durch die Nebenwirkungen verlor sich die Dynamik.
Seit nunmehr 14 Tagen warnt das FDA quasi das amerikanische Pendant zur deutschen Zulassungsbehörde für Arzneimittel offiziell vor der Einnahme von Champix.
In Heidelberg wiederum hüllt man sich in Schweigen, wer möchte schon seine Gönner verprellen?
Man kann es drehen und wenden wie man möchte: Zu jeder Studie gibt es einen Auftraggeber, der im Regelfall die gewünschten Ergebnisse mitliefert, sollte sich dies partout nicht vereinbaren lassen, verschwinden diese Studien irgendwo im Nirvana.
Gerüchten zufolge sollte der Leiter der Untersuchungskommission, der die gefälschte Handystudie entlarvt haben will, ein Jurist der Mobilfunkindustrie sein.
Wie dem auch sei. Meiner Ansicht nach könnte man die Problematik nur dadurch lösen, dass man eine unabhängige Stelle etabliert, die die benötigten Studien in Auftrag gibt, forschungswillige Unternehmen könnten dabei in ein Budget einzahlen, ohne, dass das jeweilige Geld einer gewissen Studie zugeordnet werden kann und damit ein direkter Einfluss umgangen werden kann.
Allerdings werden wir aller Wahrscheinlichkeit nach feststellen, dass dann Forschungsgelder nur noch spärlich fließen werden, da viele Unternehmen und Institutionen nicht an Studien interessiert sind, deren Ergebnis nicht im Vorfeld feststeht.
Aber mal ehrlich, was nützt uns eine Forschung, die man beim besten Willen nicht als objektiv bezeichnen kann ?
Dalai Lama, Bätzing und Bücherverbrennungen
Ja, auch meine Enttäuschung über die hiesige Politik ist gewichen. Gewichen dem Gefühl eines tiefen Ekels. Ja richtig gehört, die Politik widert mich an.
Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht bereits morgens mit politischen „Glanzleistungen“ konfrontiert wird, die einem den Kaffee wieder hochkommen lassen.
Heute morgen zum Beispiel der Streit der SPD mit Frau Wieczorek-Zeul (wenn ich was zu sagen hätte, würde ich als erstes Doppelnamen abschaffen).
Frau Wieczorek-Dingenskirchen möchte den Dalai Lama treffen, an sich eine gute Sache möchte man meinen, hat ja Frau Merkel auch gemacht. Darf sie nicht, macht sich blöd, vor allem in China. Sagen die Genossen.
Und jetzt darf man sich logischerweise fragen, wie es eine Partei schaffen kann in so kurzer Zeit das komplette Rückgrat zu verlieren? Gibt es derzeit etwas Peinlicheres als die SPD?
Ein Teller Götterspeise dürfte verglichen mit dem Haufen wie ein Stück Beton anmuten.
Ich weiß nicht genau von was sich diese Vögel derweil leiten lassen.
Die Partei nimmt gleichsam für sich in Anspruch, das ganze Volk zu seinem „Besten“ erziehen zu wollen, wie aber könnte eine Partei wissen, die sich sämtlicher Ideale entledigt hat, was das Beste sein könnte?
Und noch etwas ist mir ganz Übel aufgestoßen. Frau Bätzing. Nicht mal so sehr als Drogenbeauftragte sondern vielmehr als Vorsitzende des Drogen und Suchtrates.
Dass das Mädel natürlich möchte, dass niemand trinkt, raucht und sonstige Sachen macht, die ganz lustig sein können, mag man ja ob ihrer Position nachvollziehen.
Dabei stört noch nicht einmal das freimütige Bekenntnis, sie wäre noch nie in ihrem Leben betrunken gewesen. Nein muss ja nicht sein, der Papst erzählt uns ja auch, wie unser Sexleben aussehen muss und stellt dabei Regeln für ein Spiel auf, von dem er sich selbst quasi disqualifiziert hat.
Dass Frau Bätzing sich in ihren Argumentationen fadenscheinigen Argumentationen bedient, kann man zwar nicht gutheißen, gewöhnt man sich daran, machen es doch die meisten Politiker so.
Es geht in diesem Fall noch nicht einmal darum, dass sie uns lange Zeit erzählt hat, es ginge um Nichtraucherschutz und Jugendschutz und nun plötzlich über den Sucht und Drogenrat Maßnahmen plant, die beim besten Willen mit dem in der Politik zwischenzeitlich schamlos ausgenutzten Begriff Schutz., selbst bei der verdrehtesten Argumentation nichts mehr zu tun hat.
Es gibt jedoch eine Sache, die mir fürchterlich aufstößt.
Eine der Forderungen des Drogen und Suchtrates ist, das Rauchen in Filmen zu verbieten.
Nicht weil es fürchterlich grotesk wäre, angesichts der Diskussionen um Gewalt in Film und Fernsehen. Mag sein, dass da in einem fort, Hirne aus den Köpfen geballert werden und nach Lust und Laune gesplattert wird, Hauptsache es wird nicht geraucht.
Einmal mehr zeigt sich darin die Maßlosigkeit als der Umerziehungsmaßnahmen des deutschen Volkes, die bisweilen schlimmer als die zu bekämpfenden Süchte zu sein scheint.
Es gibt unter den Puristen Zeitgenossen, die der Ansicht sind, dass, gehe es um einen guten Zweck, jedes Mittel recht sei.
Offenbar auch Zensur. Und genau das ist es was diese selbsternannte Expertenkommission, die offenbar von ihrem Gesundheitswahn geblendet ohne mit der Wimper zu zucken, die Pfeiler der Demokratie umrempeln können.
Man kann es zweifellos nicht nur mit dem Verlust jeglichen politischen Instinktes erklären, sondern schlichtweg mit Ignoranz – beim einen oder anderen möglicherweise auch mit der Vorstellung die hären Ziele in anderen Staatsformen besser umzusetzen zu können- einen derart gesellschaftsfeindlichen Vorschlag ausgerechnet am Jahrestag der Bücherverbrennung unters Volk zu mischen.
Das hat doch was, das ist Symbolkraft die seinesgleichen sucht. Nun man könnte dagegenhalten unser Sabinchen ist noch so jung, da kann man schnell mal vergessen, was der Opa denn so getrieben hat.
Eines aber ist gewiss. Auch wenn wir die dunklen Zeiten glücklicherweise hinter uns gelassen haben, der Feldzug wider den undeutschen Geist und wider die Feinde der Volksgesundheit scheint noch nicht zu Ende.
Ob wir nun Filme zensieren oder Bücher verbrennen, dass ist im Grunde genommen zweitrangig. Vorsorglich zensieren zitieren wir noch mal Heine mit den Worten:
Wer Bücher verbrennt, verbrennt am Ende auch Menschen.
Mal sehen was die Gesundheitsexperten noch für Vorschläge für uns parat halten.
Einmal mehr der grüne Populismus
Ich mache mir ernsthafte Sorgen, dass ich in dramatisch kürzer werdenden Abständen mich zu Wort melden muss. Wie Trommelfeuer aus Stalinorgeln prasselt der Schwachsinn auf uns nieder.
Es muss ein, es ist quasi eine Eigentherapie, um nicht ob der populistischen und verschissenen
deutschen Politik noch einen verfrühten Herzinfarkt bekomme – im Übrigen ist diese Gefahr politisch bedingt deutlich größer als von jedweder Menge an Passivrauch.
Ich muss mich auch deutlich mehr zusammen reißen um nicht richtig gehend ausfällig zu werden.
Diesmal ist es mal wieder Frau Künast.
Kaum war gestern die Aufstellung der Deutschen Umwelthilfe veröffentlicht, nach der die Co2 Emissionswerte der Dienstwagen deutscher Politiker im Regelfall deutlich über dem angestrebten Grenzwert sind, fordert Frau Künast die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs für Politiker. Mehr als billiger Populismus kann man da beim besten Willen nicht erkennen.
Politiker fahren dicke Autos, deren CO2 Ausstoß nicht selten beim Doppelten dessen liegt, was die EU anpeilt. Soweit erstmal. Nun Politiker sind Repräsentanten, wie der Name schon sagt sollen Sie auch repräsentieren. Das geht mit einem VW Polo natürlich deutlich schlechter als mit einer Luxuslimousine, das mag den allermeisten klar sein.
Nun mag beim einen oder anderen der Umstand eine Rolle spielen, dass er so schlechte Politik macht, dass der zwangsläufig eine dick gepanzerte Karre Fahren muss. Um dieses Vehikel überhaupt noch fortbewegen zu können, ist zweifellos eine recht große Ansammlung von Pferdestärken unter der Haube erforderlich. Auch klar.
Wie bei der Diätenerhöhung scheint mir auch die Tatsache, dass sich unsere Volksvertreter von eben dieser Fahrzeugklasse kutschieren lassen nicht das Problem, sondern einzig einmal mehr wie man damit umgeht.
Nur Stunden später die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs zu fordern, wie Frau Künast in der Süddeutschen zitiert wird, ist wie so oft mal wieder mit Mittelstreckenraketen auf grüne Frosche zu schießen und zeigt beeindruckend die Strukturlosigkeit und den desolaten Zustand der Ökopartei.
Das recht lustige an der Sache ist, dass die Öko-Renate damit ganz klar zum Ausdruck bringt, dass Politiker keine selbständig denkenden Menschen sind, die man –wie die gemeine Bevölkerung seit geraumer Zeit- offenbar nur durch Verbote zur Raison bringen kann.
Man kann weder so tun als ob die Politiker bislang nicht gewusst hätten, dass sie sich anders verhalten als sie es vom gemeinen Volk erwarten, noch kann man sich dahinter verstecken, dass es nicht durchaus in der Macht eines jeden Parlamentariers läge, selbst aktiv zu werden.
So leid es mir für die politisch kritischen Menschen tut, wie bei der Diätenerhöhung beweist einzig die Linkspartei –in diesem Fall Frau Lompscher-, dass man durchaus auch eigenverantwortlich glaubwürdig handeln kann.
Mit dem Thema Glaubwürdigkeit dürften sich insbesondere die Grünen schwer tun:
So fährt meines Wissens das Vorstandgremium der Grünen seit Jahren ausnahmslos BMW der 7er Modellreihe.
Ein Blick auf die Auflistung der Parteispenden der letzten Jahre scheint da Licht ins Dunkel zu bringen.
Mit schöner Regelmäßigkeit werden die Grünen alljährlich vom bayrischen Autokonzern mit mehreren hunderttausend Euros monetär stimuliert.
Es täte als gut Frau Künast, wenn sie erstmal in Ihrem eigenen Laden für klare Verhältnisse sorgen, bevor Sie einmal mehr tief in die Populismuskiste greifen.
Diätenerhöhung und Umverteilung
Jedes Volk bekommt die Vertreter, die es verdient.
Nun könnte man natürlich auch sagen, jedes Volk bekommt die Vertreter je nachdem wie viel sie verdienen.
Richtig ist natürlich grundsätzlich verdienen unsere Abgeordneten nicht besonders viel, vor allem dann wenn man Ihr Gehalt mit einem Michael Schumacher vergleicht. Gut Schumi kann wenigstens was, muss man fairer Weise hinzufügen.
Natürlich verdienen unsere Abgeordenten zu wenig, für die Verantwortung eines Parlamentariers könnte man deutlich mehr ansetzen.
Allerdings und da brauchen wir uns natürlich nichts vormachen, würde man beispielsweise das Zehnfache bezahlen, würden die meisten derjenigen die jetzt im Bundestag sitzen, eben nicht dort sitzen, sondern Leute, die wirklich was drauf haben und Ihre Fähigkeit derweil in der Wirtschaft anbieten.
Nein, nein gemessen an den Fähigkeiten verdienen unsere Volksvertreter genug, zumindest angemessen.
Dennoch wollen sich die Parlamentarier am Freitag einen –wie sich man in Gewerkschaftskreisen so schön proletarisch auszudrücken pflegt- einen kräftigen Schluck aus der Pulle genehmigen. Auf gut deutsch heißt das eine kräftige Diätenerhöhung.
Der Wunsch nach mehr Geld mag für den Einzelnen legitim sein, die hilflosen Argumentationsversuche vor dem Hintergrund jüngst geführter Debatten sind lächerlich bis skandalös.
Wir erinnern uns kurz daran: Die letzte Diätenerhöhung war im Dezember des vergangenen Jahres.Diese Erhöhung um satte 9% wurde mit der Anpassung an die Gehälter der obersten Bundesrichter argumentativ untermauert. Der neuerliche Vorstoß wird mit dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst begründet, des es für die Herren Abgeordnete ebenfalls zu übernehmen gilt.
Wir müssen uns da doch schwer wundern und vielleicht sogar Sorgen machen. Möglicherweise gibt es eine Vielzahl an Politiker, die der Ansicht sind, jede Lohnerhöhung der Bevölkerung, wäre aufgrund der mahnenden Feststellung, der Aufschwung käme bei den Arbeitnehmern nicht an, ganz automatisch ein Verdienst der Politik sei, an der es zu partizipieren gilt.
Was aber haben wir durch die Tarifabschlüsse der deutschen Post zu befürchten? Dass irgend ein Realschullehrer oder eine Diplomhauswirtschafterin, der oder die gerade zufällig im Bundestag sitzt, auf die Idee kommt einen erneuten Antrag auf Diätenerhöhung zu stellen?
Es gibt in ganz Deutschland sicher keinen Arbeitnehmer, der in so kurzer Zeitfolge zwei Gehaltserhöhungen erhält, geschweige denn einen Arbeitnehmer, der über seine Lohnentwicklung selbst bestimmen kann.
Nimmt man die beiden Gehaltsschritte kommt man auf eine Steigerung von rund 16%, eine Größenordnung, die man aus dem Bereich der Spitzenmanager kennt.
Gerade die aber, werden auf teils populistische Art und Weise von den Spitzbuben der SPD als vaterlandslose Gesellen, als scham- und gewissenloses Pack diskreditiert.
Es ist schlichtweg grotesk, dass unsere Politiker für sich eine gleicher als gleich Behandlung beanspruchen, eine Behandlung bei der jegliche moralischen Grundsätze und Prinzipien ihre Gültigkeit verlieren.
Das wiederum trifft nicht nur auf die Entwicklung als vielmehr auch auf die Gestaltung des Gehalts zu. Es gibt keinen Grund dafür, dass ein Gehaltsbestandteil der Politiker aus einem Steuerfreibetrag besteht, der in dieser Form in Deutschland gänzlich unbekannt ist.
Noch klingt in unseren Ohren das laute Schimpfen der Politiker über die nicht bezahlbare Rentenerhöhung von mageren 1,1%. Wenn man allerdings –wie unsere Herren und Damen Parlamentarier auf eine gesicherte Altersvorsorge blicken kann, die nicht aus dem gesetzlichen Rententopf kommt, wird Vieles deutlich. Ja das ist es fein krakeelen !
Kurzum diese große Koalition ist scheiße, bei derart satten Mehrheiten ist es auch nicht so schwer sich zum Schein gegen die Pläne zu echauffieren (Nicht wahr Herr Wüfelspitz?), letzten Endes kann man davon ausgehen, dass genügend dafür stimmen, so dass man sich gewissermaßen gar nicht dagegen wehren kann mehr Schotter zu kriegen.
Einzig der Linkspartei –man kann von ihr halten was man will- spendet bereits die letzte Erhöhung in vollem Umfang an die „Tafeln“ in Deutschland und hat bereits angekündigt, dies wieder so zu handhaben.
Wer immer auch seine Vorbehalte gegen diese Partei hat muss zumindest einräumen, dass sie in Punkto Konsequenz und Glaubwürdigkeit den anderen Parteien einiges voraus hat.
Quasi eine praktisch gelebte Umverteilung.
Lieber Karl-Heinz Florenz, sind Sie korrupt ?
Kennen Sie Florenz ?
Nein nicht die italienische Stadt, sondern das tapfere Bäuerchen aus Nordrhein-Westfalen.
Seit 1994 sitzt er im Europaparlament und beansprucht für sich die Themen Umweltschutz Volksverhetzung Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.
Gesundheit ist ihm wichtig. Deshalb sollen –geht es nach Karl-Heinz Florenz- alle mit dem Rauchen aufhören. Die deutschen Rauchverbote sind Ihm zu lasch, er ist sich sicher, Rauchen wird an allen Arbeitsplätzen einschließlich Gastronomie verboten werden. Mehr noch er will die Tabaksteuer drastisch erhöhen und will, dass die Tabakkonzerne für alle nachweisbaren und imaginären Schäden aufkommen sollen.
Nein eigentlich ist Karl Heinz Florenz der Ansicht Zigaretten gehören ganz verboten.
Gesundheit ist ihm wichtig. Geld auch.
Deswegen hat er die „Erklärung der EU-Kommissionsmitglieder über finanzielle Interessen“ lieber mal nicht unterschrieben. Wir wissen also nicht welche finanziellen Interessen er verfolgt, wenn er beim Bayer-Konzern ein und ausgeht. Aber wir dürfen spekulieren:
Zigaretten müssen nach Florenz verboten werden, weil er darin einen gefährlichen Chemiecocktail gefunden haben will, der schleunigst weg muss.
Nun gleichzeitig hat Florenz als Vorsitzender des EU-Umweltausschusses die umstrittene Chemierichtlinie auf den Weg gebracht – wie sich Politiker gerne selten dämlich ausdrücken.
Während Florenz hier ein revolutionäres Großprojekt erkennen will, scheint es in der Tat eine bestenfalls eine Mogelpackung zu sein. Stolz verkündet er: „Ein Verbot besonders gefährlicher Stoffe ist nicht vorgesehen“. Während die Konsumenten sich der Risiken des Rauchen durchaus bewusst sind und natürlich in gewissem Sinne auch in Kauf nehmen, muss das Produkt weg, wohingegen in Duschvorhängen, Elektrogeräten oder Postermöbel offenbar allerlei Zeugs drin sein darf. Das mutet zunächst etwas merkwürdig an, liegt aber irgendwie auf der Hand:
Bayer produziert keine Zigaretten, alles andere kann durchaus schon mal aus Leverkusen kommen.
Wie dem auch sei. Gesundheit ist ihm wichtig, Geld auch.
Wir wissen nicht warum Florenz bei Bayer ein und aus geht, wir wissen auch nicht was er in den Taschen hat, wenn er da das Gebäude verlässt.
Wir wissen nur, dass sich Florenz als charmanter Gastgeber aufspielt, wenn die Größen der Pharma/Chemiebranche in Straßburg Empfänger organisiert.
Nun Florenz macht sich so seine Gedanken und mischt sich ein, schließlich ist ihm Gesundheit wichtig. Synthetische Gesundheit freilich.
Wenn denn dann der Markt mit Nahrungsergänzungspräparaten boomt ist das zumindest nicht ganz überraschend, weil ebenso wenig überraschend ist, dass Vitamine und Mineralien von hoch gezüchtetem Obst und Gemüse in den vergangenen Jahrzehnten rasant abgenommen haben. Florenz muss es wissen, schließlich ist er Landwirtschaftsmeister.
Und weil ihm Gesundheit wichtig ist, mischt er sich natürlich ein. Natürlich gibt es keine Unterversorgung der Bevölkerung mit Mineralien und Nährstoffen, wenn überhaupt eine Unterversorgung dann pharmazeutischer Art. Jemand der sich für Nahrungsergänzung ausspricht betitelt lautstark daher unser Florenz gerne mal als Scharlatan, dem man den Garaus machen müsse.
Man kann daraus getrost folgern, dass natürlich hergestellt Präparate demnach der Scharlatanerie entspringen, wenn es denn überhaupt eine Unterversorgung geben sollte, dann möge man wenn schon denn schon zur synthetischen Variante der Freunde und Gönner von Florenz zurückgreifen. Die wiederum finden das prima, weil sich diese Mittel im Gegensatz zu natürlichen Wirkstoffen patentieren lassen, was langfristig natürlich auch für üppige Gewinne sorgt.
Und weil auch die Patentierung von gentechnisch veränderten Pflanzen für die Pharma/Chemiekonzerne eine prima Sache sind, ist natürlich auch Florenz dafür. Und damit er seine Überzeugung lauthals Kund tun kann, darf er immer mal wieder in Novartis Broschüren zu Wort kommen. Natürlich ist ihm Gesundheit wichtig und Geld aber auch, deswegen ist er natürlich auch ein guter Freund des Hauses Novartis.
Was aber, wenn wir irgendwann feststellen, dass genmanipulierte Pflanzen gesundheitliche Spätfolgen nach sich ziehen, würde Herr Florenz dann auch die Chemie Giganten auffordern die Kosten dafür zu tragen ? Wohl kaum.
Pippi Langstrumpf Florenz ist bekannt dafür, dass er sich die Welt macht wiediwiediwie sie ihm gefällt. Da steht er politisch gerne Pate für allerlei Petitionen für Tierschutz und Tierrechte, privat hingegen ist er ein bekennender und leidenschaftlicher Fan von military Reitsport. Der Wettbewerb, der quasi Verletzungen und Todesfälle der Pferde mit einkalkuliert, hat mit Sport ungefähr so viel zu tun, wie ein Spanferkel mit einem Rohkostsalat. Aber das nur nebenbei.
Also dann lieber Herr Florenz: Solange Sie die Erklärung der Kommissionsmitglieder über finanzielle Interessen nicht unterschreiben, gehe ich davon aus, dass Sie bis über beide Ohren käuflich sind und Zuwendungen deren entgegen nehmen, deren Interessen Sie so auffällig vertreten.
Es mag durchaus sein, dass Ihnen Gesundheit wichtig ist. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass Ihnen Geld wichtiger ist.
