Die Vip-Lounge zu Gast bei Freunden
Ich muss mal eben einen Moment darüber nachdenken welcher Vergleich denn treffend wäre, möchte man die Notwendigkeit des G8 Gipfels in Heilligendamm beschreiben.
Vielleicht der Hundehaufen, der sich seit einigen Tage ziemlich direkt vor meinem Auto befindet und in den ich fast jeden Morgen trete. Schätze mal das Ergebnis eines unüberlegten Schrittes
könnte eine Wirkung hervorrufen, die sich möglichweise auch mit den Gipfelergebnissen decken könnte: eklig stinkend und ein paar braune Flecken auf der Fussmatte.
Nun der G8 Gipfel dürfte so ziemlich das derzeit teuerste inszenierte Theaterstück in Deutschland sein. Mit einem Budget von etwas mehr als 100 Mio und über 100.000 Statisten kann man sicher von einem Momumentalstück sprechen.
Was aber will dieses Stück dem Zuschauer sagen ? Nichts dürfte man im ersten Moment denken. Genaugenommen ist es ist es eine profane Inszenierung von Macht und einer funktionierenden Demokratie. Ähm Moment …kann man das so stehen lassen ? Ja doch das geht schon.
Inhaltliche Fragen dürfen sicher getrost vernachlässigt werden, wenn die acht Regierungschefs die Richtung für die anderen hunderten von Ländern vorgeben, die es selbst mit viel Willen noch nicht einmal bis zum Absperrzaun schaffen würden. Natürlich geht es -wie immer- um Globalisierung und die damit verbundene Umverteilung, um Klimaschutz und um die Beseitigung von Handelshemmnissen. Ist auch nicht weiters wichtig, wie so oft wirken die Akteure in den Hauptrollen äußerst farblos. Ausser Spesen nichts gewesen, die meisten Absprachen sind ohnehin nur Makulatur, insbesondere wenn man den Ärmsten der Armen mal wieder ein paar Krümel des Kuchens verspricht, die sie ohenhin nicht kriegen. (mehr…)
Nichtraucherschutz oder die neue Zeit
Ich wollte hatte einen Leserbrief verfaßt. Einfach so. Im Berliner Tagesspiegel.
Er wurde nicht abgedruckt. Einige Wochen später bekam ich eine Absage mit folgendem Hinweis:
Bitte entschuldigen Sie die späte Antwort.
Leider habe ich Ihre Zuschrift nicht veröffentlichen können. Und der Grund für diese
Absage ist ein ganz banaler: Platzmangel. Dies ist also weder eine inhaltliche
Zensur noch eine Bewertung Ihres Stils. Ich schreibe Ihnen diese Absage in dem Bewusstsein, dass ich Sie enttäuschen muss.
Wahrlich kein Vergnügen, weiß ich doch, dass Sie in Ihre Zuschrift Mühe, Zeit und
Ideen investiert haben. Bitte, lassen Sie uns weiter Ihre Meinung wissen.
Und noch eine letzte Bitte. Bleiben Sie dem Tagesspiegel trotz dieser Absage gewogen.
Das ist nun ja wie soll ich sagen verwunderlich. Warum um alles in der Welt sollte ich dem Tagesspiegel weiterhin meine Meinung wissen lassen, jetzt da ich weiß, dass es diese letztlich gerademal bis zum Mülleimer schafft ?
Warum sollte ich dem Berliner Tagesspiegel weiterhin gewogen bleiben ?
Der Grund Platzmangel ist in etwa so glaubwürdig wie die Ausrede “EDV-Fehler” beim Finanzamt, wenn man mal zu Unrecht keine Steuern zurück erstattet kriegt.
Letztlich nährt sich hier wieder nur mein Verdacht, dass die Presse deutlich opportunistischer agiert als man gemeinhin annimmt.
Ganz so als ob man die Sachlichkeit unter den Teppich kehrt und viel lieber auf den Zug des Gesundheitsfanatismus aufspringt. Wer möchte schon gerne im Verdacht stehen den Zeitgeist zu verkennen und dadurch vielleicht sogar noch denen einen oder anderen Leser zu verlieren.
Ich sage das jetzt vor dem Hintergrund, dass Frau Schipanski ihren Quatsch mit dem Dieselmotor (siehe hierzu auch den Kommentar von Berlin-Mindplayers) in Form eines Leserbriefes im Tagesspiegel in Umlauf gebracht hatte und damit eine Hysterie ohne jeden Sachverstand losgetreten hatte. Der Leserbrief im Übrigen füllte es Vielfaches dessen was ich zum Besten zu geben beabsichtige.
Soviel zum Thema Platzmangel im Tagesspiel. Aber ich wundere mich da nicht mehr besonders.
Natürlich soll der Brief hier sein Plätzchen finden: (mehr…)
