Erfolgsmodell Dänemark oder das dumme Gequatsche von Glos
Es gibt dümmliche Beispiele, die sich in der Politik hartnäckig halten und immer wieder zitiert werden. Eines davon war der "Fall Spargelstecher". Grundsätzlich zur Erntezeit des grünen Gemüses wird unisono irgend ein Spargelbauer vor die Kamera gezerrt, der Wasser auf die Mühlen derer gießt, die es schon immer wußten:
Der durchschnittliche deutsche Arbeitslose ist faul, unzuverlässig und schon gar nicht belastbar.
Fast logisch, dass im weiteren Verlauf die Gunst der Stunde genutzt wird, um neue Sanktionen und Kürzungen vorzuschlagen. Das ist zum einen nicht nur gefährlich und dümmlich -zumal die Spargelernte in etwa sechs Wochen dauert und alles andere als ein objektives Bild produzieren kann- sondern mitunter schlichtweg falsch. Würde man sich ein umfassendes Bild des Einsatzes Arbeitsloser verschaffen, stellt man oftmals fest, dass es bisweilen deutliche regionale Unterschiede diesbezüglich gibt. Weniger sensationserhaschende Reportagen stellen schon mal fest, dass es im einen Bundesland mit dem Einsatz deutscher Spargelstecher klappt, im anderen eben nicht. Genauer betrachtet tritt hier nicht selten die Unfähigkeit des jeweils zuständigen Arbeitsamtes zu Tage. Aber das soll ein anderes Thema sein.
Ein weiteres merkwürdiges Beispiel hat jüngst Problembär Glos in die Runde geworfen, das dann gerne von vielen Teile der CDU inbrünstig aufgegriffen wurde: Der Kündigungsschutz in Dänemark. (mehr…)
Polnische Ladendiebe, dicke Titten und saubillig
Plötzlich sind sie wieder da, die alten Geister. Auch der Mann, der unter seiner Berufsbezeichnung weithin besser bekannt ist als unter seinem Namen: Der Professor aus Heidelberg.
Man weiß es nicht so richtig was ihn umtreibt, bekennt er sich doch freimütig dazu "glück gehabt zu haben nicht in der Politik gelandet zu sein. Gut vielleicht war es eher unser Glück. Jüngst forderte ein Journalist, man müsse ohnehin mal über ein Politikverbot für Professoren nachdenken. Das ist natürlich absoluter Humbug, ich höre den sonoren Kirchhofschen Tönen gerne mal wieder zu auch wenn ich zugeben muss, dass mich dabei immer der Hauch von Mitleid beschleicht.
"Man müsse darüber nachdenken, wie man die Gremien in den international agierenden Unternehmen so besetzt, dass ein grundsätzliches Maßhalten gewährleistet werden kann". Klingt gut, in etwas so gut als würde man sagen es muss im Sommer immer schönes Wetter sein. Man müsste eher darüber nachdenken, wie man diejenigen, die die Firmen in der Hand haben dazu bringen kann, dass Raffgier und Unmoral keine Chance mehr haben: Die Konsumenten.
Wir kaufen wieder bewußt. Wir saufen für Krombacher für den Regenwald, fressen Schokolade für Schulbücher in der dritten Welt. Wir verzichten mitunter auf Produkte nur weil sie nicht bestmöglich ökologisch produziert sind.
Eines indes scheint uns weniger zu interessieren: Unternehmen, die moderne Sklaverei betreiben. (mehr…)

