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Günstige Form der Personalentsorgung

Posted in Allgemein von JEC am 30. Sep. 2006

Ach Gott ne, da hatten wir uns noch gewundert, dass Siemens seine Handy-Sparte verkauft, nein falsch verschenkt, ach was sag ich 350 Mio Euro auf den Tisch gepackt, damit der ganze Kram wegkommt.
Natürlich hatte ich selbst im Juni 2005 mehrfach bei Siemans angeklingelt, und mich um die Handysparte beworben. Wer kann 350 Mio Euro nicht gebrauchen?
Nee das ginge natürlich nicht, weil nur BenQ als erfolgreicher Personalentsorg….ähm Handyhersteller den Fortbestand des Werkes Kamp-Lintfort garantieren könne. Außerdem wäre ich doof. Ende.

>>"Nur BenQ als erfolgreicher Personalentsorg….ähm Handyhersteller könnte den Fortbestand des Werkes Kamp-Lintfort garantieren."<<

Nun in der Tat konnte Benni Q den Fortbestand sichern, aber nicht sehr lange.
Zwar meldete BenQ noch im August diesen Jahres man werden 2007 Gewinn erwirtschaften, gleichzeitig wurde offenbar bereits Monate zuvor mit dem amerikanischen Unternehmen Jabil über die die europäischen Handyfabriken geschachtert. Noch Anfangs des Monats wurde mit dem Betriebsrat über eine 30%tige Lohnkürzung diskutiert. Also in etwa zu der Zeit als sich diejenigen, die das Geschäft erst so richtig an die Wand gefahren hatten, ganz selbstverständlich 30% mehr in die Lohntüte packten. (mehr…)

Telekom, der dumme Bauer und die Mittelmäßigkeit

Posted in Allgemein von JEC am 12. Sep. 2006

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, was passiert, wenn sie mit ein paar Freunden bei ein paar Bierchen zusammensitzen und zufällig das Wort "Telekom" fällt ? Richtig, das Ganze kann locker flockig zu einem Abend füllenden Thema auswachsen, weil es praktisch niemand gibt, der nicht irgendeine obskure Geschichte mit dem Magenta-Laden erlebt hat. Zumindest solange der Alkoholpegel jenseits der 1,5 Promillegrenze ist wird es ein lustiger Abend, wenn jeder seine Geschichten zum Besten gibt. Hat man allerdings nüchtern gezwungenermaßen Kontakt mit den happy digits, wird das Ganze schnell zur Magengeschwür fördernden Plage.

Nein keine Angst, ich will jetzt meine ureigenen Geschichten nicht zum Besten geben – soviel kann ich gar nicht mehr trinken. telefonzelle.jpgZwischenzeitlich hatte ich versucht, meine erlittenen Folter durch die Telekom aufs Wesentliche zu konzentrieren -immerhin vier Seiten- und das Machwerk als Kündigung an die Telekom versandt. Interessiert die Telekom nicht sonderlich, möchte man meinen. Tut es aber irgendwann doch vor allem dann, wenn die Vögel festellen, dass ich nicht der Einzige bin, sondern es ausser mich noch rund 999.999 andere Kunden gibt, die ganz ähnlich denken.

Die Mitteilung, dass die Telekom und Ihr Vorstandsvorsitzender in Not sind, erreichte und Anfang letzter Woche und sorgte prompt für einen erschreckenden Kursrutsch. (mehr…)

Wie man Ticket-Kontrolleur wird

Posted in Erlebnissberichte von RST am 7. Sep. 2006

Ein Erfahrungsbericht, in fünf Akten: 

Egal wen du in Berlin danach fragst, wen er auf der ganzen Welt am meisten hasst, die Antwort lautet: die U-Bahn-Kontrolleure.

 Wenn man einmal von den ganzen DJs/ Grafik-Designern/ Models im Heer der Arbeitslosen absieht, bleiben offenbar nur ein paar Vollidioten – ausgestoßen aus der Gesellschaft aber mit offenen Armen in der großen Familie namens BVG willkommen geheißen. Das vorweg.
Ich bekam einen Witz von einem Gehalt dafür, in einem Call-Center zu sitzen und mit sozialen Härtefällen zu sprechen, also erschien mir der Kontrolleurs-Job wie ein Schritt nach oben auf der Karriereleiter und ein einfacher Weg, Geld zu machen. Ich schickte meine Bewerbung ab und nach drei Wochen strapaziösem Training war ich ein offizieller Angestellter der BVG.

Das Training

Herauszufinden, wie man Kontrolleur wird, ist viel schwerer als du denkst. Nach zwei Tagen am Telefon spreche ich endlich mit einem Typen von einer der privaten Sicherheitsfirmen, die die BVG als Subunternehmer einsetzt, um ihre Kontrolleure einzustellen. Das ist eine Art von Rückversicherung für die BVG. Wenn ein Kontrolleur jemandem eine reinhaut, sagen sie einfach, es sei die Schuld der Sicherheitsfirma, weil die dem Trottel einen Job gegeben haben, und die BVG kommt mit weißer Weste aus der Sache raus. Der Kollege am Telefon meint, ich müsse mindestens 21 und als arbeitslos registriert sein.

Man muß mindestens 21 und als arbeitslos registriert sein… 

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