Integration auf gut schwäbisch?!
In|teg|ra|ti|on.( lat. [Wieder]herstellung eines Ganzen; Vervollständigung, die); beim Blick ins Wörtebuch erscheint dieses Wort harmlos, geradezu beispielgebend. Anders bei unseren politischen Kämpen. Diese nutzen das Thema Integration zunehmend als Munition im Kampf um die „Lufthoheit über baden-württembergischen und bundesweiten Stammtischen“. So kritisierte Ivo Gönner, der Ulmer SPD-Oberbürgermeister, in seiner Funktion als Präsident des baden-württembergischen Städtetages die Forderung der Union „Integrationsunwillige sofort auszuweisen“ unlängst zu recht als populistisch, schlug aber in gleichem Atemzug vor, Integrationsrückstände mit Streichung des Kindergeldes zu ahnden. Was auf den ersten Blick als relativ harmlose Repressalie daherkommt, toppt bei genauem Hinsehen sogar noch den Unionsvorschlag.
In Deutschland stellt das Kindergeld zumindest zum größten Teil die höchstrichterlich garantierte Freistellung des Existenzminimums eines Kindes dar. Es ist keineswegs, auch wenn dies oft behauptet wird, eine staatliche Subvention, die man kurzerhand an Bedingungen knüpfen oder gar ganz streichen könnte ohne hierfür adäquaten Ersatz zu schaffen“. Was ist nun aber besser auf dem Weg zur Integration, eine Ausweisung oder der Entzug des Existenzminimums?
Beide Ideen sind wohl eher weniger hilfreich auf dem Weg zur „Vervollständigung eines Ganzen“ und so muss man wohl nun auch vollends dem baden-württembergischen Städtetag attestieren: „wir können alles –außer Integration“
Der moderne Robin Hood
Wir sind gut! Nicht nur, dass wir Papst sind, nicht nur, dass wir alle Bundestrainer sind, nein wir haben auch einen Volkshelden.
Die Zeiten sind vorbei, dass wir uns hinter einem Wilhelm Tell, einem William Wallace oder einem Emiliano Zapata verstecken müssen. Vergessen Sie jetzt mal Klaus Störtebekker, wir haben einen Volkshelden in der Art eines Robin Hoods.
Zugegeben ein etwas modernerer Robin Hood: Modern weil seine Devise lautet "den Armen alles nehmen und unter den Reichen verteilen". Wir müssen etwas zurückblättern, in die (O-Ton Harald Schmidt) "erste große deutsch-russische Coproduktion: die DDR" oder vielmehr in deren Abwicklung. Unser Held hatte die perfide Strategie entwickelt und damit erfolgreich mit einem Schlag der DDR-Wirtschaft den Rest gegeben.
Move your ass…

Mehr Demokratie statt Demoskopie!
„Hosianna und kreuzigt ihn“ liegen oft eng beieinander. Dies bekommt auch die Schwarz-Rote Bundesregierung derzeit hautnah zu spüren. Während Redakteure vor wenigen Wochen Merkels Regierungsmannschaft völlig grundlos in den höchsten Tönen lobten, mehren sich wie aus dem Nichts die negativen Berichterstattungen über die große Koalition. Und damit gehen im Gleichschritt die Umfragwerte in den Keller. Die purzelnden Prozente lösen beim einen oder anderen in Berlin Nervosität aus:
Die Welt zu Gast bei Freunden
Die Blödheit vieler Zeitgenossen scheint grenzenlos, uns den Fussball ins alltäglichen Leben zu zwingen. Angefangen von Nutella im runden Fussball-Glas und völlig verblödete Media Markt und Obi-Werbung bis hin zur -hab ich gehört, kein Witz- "Fussballrente". Eine Handvoll Irre wird man wohl damit erreichen, die Mehrzahl der selbst Fussballbegeisterten geht das zwischenzeitlich schon richtiggehend auf den Sack.
Nun die Welt zu Gast bei Freunden, ja schön ausgedacht. Das klitzekleine Problemchen ist nur, dass die Freunde, die man vornehmlich in den Fussballstadien der Regionalliga trifft, so gar nicht in die netten WM-Spots passen würden. Hier ist man eher Grossdeutschland.

