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Der Aberglaube Lohnnebenkosten

Posted in Economy, political von JEC am 20. Aug. 2006

Wir müssen den Gürtel enger schnallen. 

Okay und warum das Ganze ? Nun zum einen die Gebetsmühlen artige Beteuerung, dass die Haushalte gnadenlos leer sind. Da mag einerseits natürlich zunächst eine Betrachtungsweise sein: Zum einen ist es usus, langfristige Verpflichtungen wie etwa Rentennansprüche mit einzukalkulieren, gleichzeitig jedoch die sich aus dem Genereationenvertrag ergebenden Einnahmen, die dem gegenüberstehen zu ignorieren. Zum anderen hütet man sich tunlichst eine Bilanz zu erstellen, wie es jedes Unternehmen gewohnt ist. Einzig die Stadt Hamburg hat jüngst "echt" bilanziert und – ei der daus- festgestellt, dass man über einen positiven saldo in Höhe von 4 Milliarden verfügt. Natürlich warnt man, dass dies kein Grund zur Beruhigung sein, das -neben Abschreibungen- insbesonder die Rückstellung von Beamtenpensionen jährlich rund 1 Milliarde "fressen". Natürlich Grund genug Einsparungen vorzunehmen, natürlich -wen wunderts – bei den sozial Schwachen (z.B. Abschaffung des Sozialtickets im öffentlichen Personennahverkehr). Dabei wäre die Gelegenheit günstig gewesen, über das ausufernde Beamtentum und über die Optionen, wie diese Bevölkerungsgruppe stärker ins Solidaritätsprinzip integriert werden könnte. Aber wer sägt schon gerne am Ast auf dem man sitzt. (mehr…)

Ökonomische Rationalität contra ethische Vernunft

Posted in Economy von RST am 15. Feb. 2006

Der folgende Text ist aus meiner Arbeits- & Sozialstrukturen Hausarbeit entnohmen und wurde leicht modifiziert um ihn “spannender” zu machen. Auf die Einführende Erklärung der Ethik verzichte ich komplett.

Um über den heutigen scheinbaren Verlust jeglicher Ethik Normen zu schreiben bedarf es einem Blick in die Geschichte.
Wie konnte es überhaupt so weit kommen das Personen ohne Fleisch und Blut uns natürliche Personen maßlos ausbeuten?

1. Entstehung der juristischen Person

Die juristische Person in Form einer Kapitalgesellschaft wie wir Sie heute kennen, also ein, vor dem Gesetz, gleicher Mensch abzüglich der unbegrenzter Haftung, ist eine, geschichtlich begründete, angelsächsisches Entwicklung. Als in den Vereinigten Staaten riesige Projekte – wie unter anderem die Eisenbahnverbindung zwischen dem Stillen Ozean und dem Atlantischen Ozean – es nötig machten, dass sich mehrere liquide Unternehmer zusammenschlossen. Diese Zusammen-schlüsse wurden noch nicht als eigenständige Personen angesehen so das die Eigentümer für alles verantwortlich gemacht werden konnten und direkt mit Ihrem Tun und Handeln in Verbindung gebracht wurden.

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Profitgier vs. Moral

Posted in Economy von JEC am 4. Feb. 2006

Ackermanns Victory

Dieses Bild hat es zweifellos zu enormer Bekanntheit gebracht. Allerdings wird kaum ein Bild so unterschiedlich interpretiert:
Für die einen ist es der deutsche Vorzeigemanager, der – um im Chargon wichtigtuerischer BWL-Studenten zu bleiben – außergewöhnlich “performed”. Also zu Recht das Victory Zeichen setzen darf, weil die jüngsten Zahlen eine eigene Sprache sprechen: Den Gewinn vor Steuer um 58% auf 6,4 Milliarden gesteigert.
Für die anderen – und ich muß mich da dazu zählen – ist es das Sinnbild jeglichen Moralverlustes und in gewissem Sinne auch sympthomatisch für die deutsche Wirtschaft.
Die erhobenen Finger symbolisieren wahrscheinlich eher die Fühler der Heuschrecke.

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Ein neues Bretton-Woods

Posted in Economy von RST am 1. Feb. 2006

Die Zeit ist reif!
Reif dafür, den Reichen neue Grenzen zu setzen, denn Sie haben bewiesen, dass Sie nicht verantwortungsbewußt mit Ihrer “Macht” umgehen können.

Immer mehr. Mehr Geld, mehr Rendite, mehr Net Present Value.
Und ebenfalls ein Mehr an Verlierern dieses raubtierhaften Kapitalismus, der immer unterdrückendere Formen annimmt.
Es muß uns klar werden, dass richtiger Profit eigentlich nur durch eins gemacht wird. Durch die Externalisierung von Kosten. Kosten also, die die Allgemeinheit zu tragen hat- und damit meine ich nicht nur UNS, die wir so arrogant von der “Krone der Schöpfung” reden. Ich meine die gesamte WELT.

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Geiz ist Geil

Posted in Economy von JEC am 22. Jan. 2006

“Hier spricht der Preis!”

Wir kennen alle diese Werbung, auch wenn man mit unter versucht ist zu sagen:
“Hier spricht der Dummkopf und spricht alle vertrottelten Durschnittssubjekte der Gesellschaft an”. Natürlich, hier geht es um die letzte uneingeschränkt männliche Bastion, den deutschen Baumarkt.
Aber wie sagte schon Freund Gorbi zu Honni, ja ja ja “wer zu spät kommt den bestraft das Leben”. Nicht nur, dass der Praktiker nicht der Billigste -obwohl der Billigste vielleicht schon, aber eben nicht der Günstigste- ist oder sein muß, dass hat ja jüngst auch die Mutter aller Schnäppchen, der “ich-bin-doch-nicht-blöd”-weil-Firmensitz-im-Ausland-Markt bewiesen. Oh Wunder da wurde getestet und dokumentiert, dass Saturn und Media-Markt bei 70% aller Produkte teurer sind als vergleichsweise ansässige Händler (Internet noch gar nicht berücksichtigt).
Da haben wir die Scheiße… Geiz ist Geil ein einziger Betrug? In jedem Fall etwa so seriös wie die Abzocke der Kleinaktionäre, Anteilseigener der deutschen Telekom können da ein Lied davon singen. Und jetzt kommt was kommen muss der Volkssport Schnäppchenjagd neigt sich dem Ende entgegen, eine Geiz ist Kacke Mentalität macht sich breit. Wie um alles in der Welt konnte das passieren ?

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