formats

Wulff und die Königsmörder

Ausgestellt am 14. Januar 2012 vom in Allgemein

Meine Fresse, was soll denn da noch kommen ? Die Rede ist natürlich von Wulff und den immer wieder neuen ‘spektakulären’ Enthüllungen.
Ich stehe sicher nicht im Verdacht eine glühender Verehrer von Christian Wulff zu sein, was da allerdings derzeit passiert ist nur noch peinlich für die Presse und für das ganze Land.
Liebe Leute, dass ist alles Scheiße was da kommt. Naja da hat er sich von ein paar gestopften Kumpels Geld gepumpt. Na und? Dass er einen Kedit gebraucht hat, spricht ja sogar noch für ihn, nicht auszudenken er hätte sich Gelder aus schwarzen Kassen in merkwürdigen Briefumschlägen zustecken lassen.

Ja und dann hat er einen Zinssatz bekommen, der günstiger ist als es für Ottonormalvebraucher geworden wäre. Ja und jetzt? Macht man einen kleinen Ausflug in die Finanzwirtschaft wird recht schnell einleuchten, dass Zinsen eine Gebühr für das Verleihen von Geld ist. Die Höhe dieses Zinssatzes bemisst sich auch am Risiko nach dem es zu einem Kreditausfall kommen wird. Wo ist das Risiko größer, dass ein Kredit nicht mehr bedient wird – beim Bundespräsidenten oder bei irgend einem dahergelaufenen Otto-Normal-Nappel? Richtig, und deshalb ist es fast schon folgerichtig, dass ein Präsident weniger Zinsen zahlt. Sich darüber zu beklagen, kann nur bedeuten, dass man hier eine Neiddebatte führt.

Ich verfolge das gar nicht mehr im Detail mit, welche ‘investigativen’ Sensationen da noch so kommen, eines war mir noch im Hinterkopf: Ein Upgrade eines Fkuges der Familie Wulff. Ja Herrschaften, wäre ich Geschäftsführer einer Fluggesellschaft und es würde die Präsidentenfamilie aufkreuzen, dann würde ich von meinem Mitarbeitern auch erwarten, dass man hier versucht den bestmöglichen Platz zu reservieren. In jedem Restaurant würde man schließlich auch erwarten, dass ein Promi stehts den besten Tisch bekommt.
Ach ja nochwas …. irgendeine Journallie hat wohl recherchiert, dass Frau Wulff von namhaften Modehäusern kostenfrei Garderobe zur Verfügung gestellt bekommt. Ja Gott sei Dank muss man doch dazu sagen. Wir sollten doch froh darüber sein, dass die first Lady adrett gekleidet im Auslnd aufkreuzt. Gut mag sein, dass Claudia Roth hier moralisch besser da steht, weil sie sowas nicht macht. Allerdings sieht sie dafür oftmals aus als hätte man sie aus irgendeinem Container gezogen.
Ich weiß ja nicht was da noch so alles kommt, vermutlich wirds nur noch lächerlicher. Eben las ich, dass der Spiegel aufgedeckt hat, dass sich Wulff zum Otoberfest hat einladen lassen. Super Sensation, ja was denn sonst. Der Mann war Ministerpräsident, da sollte es oberste Aufgabe sein, dass er Kontakte zur Wirtschaft hält.
Grundsätzlich ist das ‘sich einladen lassen’ noch nicht einmal das Verwerfliche an der Geschichte, sondern die fortwährende Unterstellung ‘wer sich einladen läßt ist zur Gegenleistung verpflichtet und diese Gegenleistung könnte den Interessen des Landes entgegenstehen.
Also liebe Journalisten, wer was drauf hat, recherchiere mal diese Gegenleistungen, dann sähe die Debatte ganz anders aus. Aber solange wir hier nur kleinkram präsentiert bekommen machen wir uns nur lächerlich.
Das Ganze ist wie bei einer guten Diskussion: Je mehr Argumente ein Teilnehmer aufhäuft umso schwächer wird jedes einzelne für sich.
Je mehr Skandale hier versucht werden aufzubalsen umso lächerlicher wirkt jeder einzelne. Vor allem im Ausland.
Mal überlegen was wir sonst noch so auffinden könnten: Vielleicht war Wulff ja mal zum Grillen eingeladen und hat nicht -nach Schausten Manier- das Würstchen bezahlt. Vielleicht sollte der Spiegel da nochmal nachhaken

Wir haben uns in Deutschland einen Moralbegriff ans Revers geheftet, der derart überzogen ist, dass er auf den Welt bestenfalls noch als spleenige Marotte wahrgenommen wird. Oder wie es Karl Kraus einst formulierte: Ordnung ist der Humor der Deutschen. Vielleicht hängt es ja einfach auch nur damit zusammen, dass wir uns -wenn wir uns schon nicht rassisch über andere Nationen erheben dürfen- so doch vielleicht moralisch.

Aber laßt uns gerne nochmal bei der Moral verbleiben. Wie stehts denn eigenlich um die Moral der Presse? Na klar die Journalisten -Hauptsächlich der Bild und des Spiegels- haben sich einen Heiligenschein verpasst und benehmen sich in der Öffentlichkeit wie neuzeitliche Inquisitoren. Moralisch einwandfrei?
Ich kann mich an Zeiten erinnern, da verbot es der journalistische Ehrenkodex Staatsmänner anzugreifen, solange die sich im Ausland befinden. Davon scheint nichts mehr übrig zu sein. Verwundert es uns da wirklich, wenn der Mensch Wulff zum Telefon greift und mal Dampf abläßt? Zumal. offenbar hat er tatsächlich nur eine Verschiebung der Veröffentlichung verlangt, eine komplette Verhinderung dürfte eher eine freie Interpretation der Journalisten sein. Gänzlich unerträglich an dieser Stelle, waren mir all jene, die sich dann öffentlich um die Pressefreiheit gesorgt haben. Das entbehrt nun wirklich jeglicher Grundlagen und ist schlichtweg Dummheit.

Eine zweite Geschichte zeugt ebenfalls von einer derart bigotten Moral, dass einem schlecht werden kann. Unisono wird dem Präsidenten eine Salamietaktik vorgeworfen. Tatsächlich allerdings wird diese Taktik einzig von der Presse betrieben. In schönen Abständen -Weihnachten hat man mal eben eine Art Waffenstillstand vereinbart- kommen neue Häppchen ans Tageslicht. Groteskerweise wird genau daraus für Wulff die besagte Taktik konstruiert. Wie solle er denn von vorneherein Antwort für Fragen liefern, die noch gar nicht gestellt sind. Die Strategie der Presse ist klar, in wohldosierten Abständen neue Schweine durchs Dorf treiben, so dass ja keine Ruhe und schon gar kein Schlussstrich gezochen werden kann.

Das beste Beispiel für das oben erwähnte ist die Mailboxaffäre. Ist sie doch so alt wie die Kreditaffäre selbst, kommt aber erst drei Monate später ans Tageslicht. Schon seltsam oder. Noch seltsamer jedoch: Die Bildzeitung verzichtet mit Rücksicht auf Wulffs Persönlichkeitsrechts auf eine Publikation, stellt aber offenbar brühwarm das ganze Zeug dem Spiegel zur Verfügung. Scheinheilig und hinterhältig gehören da wohl eher noch zu den geschmeichelten Adjektiven, die einem dabei in den Sinn kommen. Nun gut beide Blätter leben von den niederen Instikten und kaum eine andere Zeitung von der Sensation, auch wenn das eine Blättchen versucht sich ein halbwegs intellektuelles Feigenblatt zu bewahren.

Ein paar kurze Sätze noch an die Oppositionspolitiker. Freilich sind sich alle einig, man wolle das Amt nicht beschädigen und kippt dann doch im gleichem Atenzug Benzin ins Feuer, das macht das Ganz für mich nicht glaubwürdiger. Ganz schlimm aber sind jene, die öffentlich fordern Frau Merkel müsse da einschreiten. Das irritiert in besonderem Maß, da wir in der 7. Klasse Gemeinschaftskundeunterricht gelernt haben, dass der Bundespräsident nicht dem Bundeskanzler unterstellt ist. Wie also kommt man auf sowas -ich glaube es war der dicke Gabriel? Kann es sein, dass man hier ein Amt nicht beschädigen will das man per se nicht ernst nimmt?

Wie auch immer die Geschichte ausgeht: Bei einem Rücktritt will es niemand gewesen sein, vermutlich übt man sich in Betroffenheit ob der gefährdeten Demokratie.

…ich jedenfalls werde mich daran erinnern wer die Königsmörder waren.

 
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
No Comments  comments 
formats

Von Gerechtigkeit und Gleichmacherei- die grüne Konzeptlosigkeit

Ausgestellt am 26. August 2011 vom in Allgemein

Ich gebe zu, dass ich ein wenig frohlockt habe, dass der grüne Höhenflug offenbar seinen Zenit überschritten hat. Freilich ganz überraschend ist das nicht. Es gibt derzeit sicher keine Partei, die derart viele Widersprüche auf sich vereint wie die Grünen.
Die wohl wohlwollendere Argumentation der Grünen diesbezüglich dürfte sein, man habe sich mittlerweile den Status Splitterpartei längst hinter sich gelassen und dürfe sich mit Fug und Recht als Volkspartei bezeichnen. Das sei es doch völlig normal, dass man eine bunte Vielfalt unterschiedlicher Meinungen auf sich vereint.
Nun das mag zunächst recht schlüssig klingen, passt aber auf den zweiten Blick nicht mehr so recht.
Es gibt in Deutschland keine Partei, die sich derart verändert hat wie die Grünen. Längst vorbei die Zeiten in den sich die Ökopartei aus der Friedensbewegung, linken Sozialisten, versprengten K-Grüpplern und einer breiten Anti-AKW Bewegung zusammengesetzt hat. Ja doch, na klar irgendwie schwebt der Mythos noch immer über allem, den Tatsachen entspricht das freilich nicht mehr.
Der Jahrzehnte lange fortwährende Kampf zwischen den Fundis und den Realos ist längst entschieden. Nicht jedoch weil die Fundis, das sind die –um das jetzt mal plakativ zu untermalen- vollbärtigen Ökos mit ihren selbstgestrickten Norwegerpullis, jetzt zu besseren Einsicht gekommen wären, sie sind schlichtweg weg. Da mag auch nicht viel helfen wenn Claudia Roth und Christian Ströbele wie Generäle auf dem Schlachtfeld das linke Banner hochhalten, die Armee hat sich längst aufgelöst, oder besteht bestenfalls aus ein paar 18 jährigen Abiturienten von Land die in die Partei immer noch was rein interpretieren, was längst nicht mehr da ist oder zwei, drei Althippies, die längst den Boden der Realität verlassen haben.
Das ist natürlich auch nicht ganz verwunderlich. Vergleichbar ist es sicher wenn man mit dem Einkaufswagen durch den Supermarkt rockt. Die meisten Leute neigen dazu, Bio-Produkte recht bedenkenlos in den Einkaufswagen zu packen, während man bei den anderen schon mal recht kritisch durchliest was da so alles Leckeres reingepackt wurde. Dass eben jene Bioprodukte –das wird schon durch die inflationäre Verwendung des Begriffs deutlich, meist kaum besser sind. Oder aber das Produkt ist in Ordnung, wurde aber -ökologisch betrachtet eine Katastrophe- über den halben Weltball gekachelt. Neulich hatte ich tatsächlich gelesen, dass ein Energiekonzern jetzt neu Bio-Erdgas anbietet. Aber das führt jetzt zu weit.
Bei Parteien scheint das ganz ähnlich zu laufen. Weil bei den Grünen irgendwas mit Umwelt und hübschen Sonneblumen draufsteht schaut da keiner so richtig hin.
Wem bei dem Begriff ‚Partei der Besserverdienenden’ immer noch reflexartig die FDP einfällt, dem sei ein Blick auf die grünen Strukturen empfohlen. Der Löwenanteil der Unterstützer der Grünen rekrutiert sich aus privilegierten Beamten, Angestellten des öffentlichen Dienstes, mittlere Angestellte, Freiberufler und Selbständige.
Das wiederum mag erklären, warum sich der einstige Bürgerschreck-Partei zu einer Partei der Staatstreuen und Loyalen entwickelt hat. Liberales Gedankengut kommt bei den Grünen bestenfalls in abstrahierter Form vor, vielmehr möchte man nahezu alles staatlich reguliert wissen.
Darüber hinaus neigen Beamte –und damit eine der mächtigsten Gruppen der Grünen- zu einer ausgeprägten Veränderungsintoleranz. Der natürliche Reflex drauf ist die Reduktion der Komplexität des Alltags, die Auswüchse dessen eine zwanghafte Gleichmacherei was die bunter Vielfalt des Lebens ausmacht. Die Gleichmacherei mit der oben erwähnten staatlichen Regulierung gepaart, bringt das Wesen der Grünen recht einfach auf den Punkt.
Nach dem Malen-nach-Zahlen-Prinzip wir eine Gesellschaft entworfen, die in ihrem Wesen gleich, gleichberechtigt, einheitlich ist.
Der Wirtschaftsphilosoph Habermann beschreibt in der Welt, dass die Gerechtigkeit bei den Grünen längst dem Begriff der Gleichheit gewichen ist.
Das läst sich recht einfach an der grünen Politik ablesen, Einheitsschulen, Studienreform, Gendermainstream und so weiter.
Erst in der jüngeren Vergangenheit mag hinzugekommen, dass man die Gleichmacherei durch staatliche Regulierung erzwingen will. Um eine Gesellschaft in eine Schablone zu pressen fängt man am besten beim Individuum an.
Genüsse in jeglicher Form entsprangen in der Vergangenheit stets dem persönlichen Lebensentwurf des Einzelnen, dem Privaten. Mittlerweile ist nichts von alledem mehr vor den Phantasien für staatliche Regulierung vor den Grünen sicher. Grundsätzlich wird alles an den Maßstäben der Gesundheit und Ökologie bewertet und der berühmte Handlungsbedarf geschaffen.
Der Begriff Idiot in seinem griechischen Ursprung bezeichnet einen Menschen, der nicht zwischen öffentlich und Privat unterscheiden kann. Das kann uns nur zum Schluss führen, dass es sich bei den Grünen einerseits grundsätzlich um Idioten handelt, anderseits die Grünen all ihre Mitmenschen wie Idioten zu behandelt gedenkt. Auch eine Form der Gleichmacherei.

Werfen wir trotzdem nochmal einen Blick in die Vergangenheit. Die Grünen als Friedenspartei haben spätestens ausgedient, seit man Mitte der 90er olivgrün über den Balkan gerobbt ist. Das Thema wurde längst an die Linke verloren.
Die Grünen als ‚linke’ Partei oder weicher formuliert als soziale Partei ist durch die Lenkung der Investitionen nach ökologischen Maßstäben verloren gegangen. Nehmen wir hier als einfaches Beispiel die Forderung der Solarenergie. Es mag einleuchten, dass hier in aller Regel Hauseigentümer profitieren, die überhaupt etwas besitzen, auf das man die Solarzellen nageln kann. Freilich müssen im Unkehrschluss die gezahlten Subventionen wieder refinanziert werden. Das wiederum triff die Gesellschaft im Gesamten, also auch die die Ihr Leben ohne Eigenheim zu fristen gezwungen sind.
Und schließlich die Grünen als die Bürgerschreckpartei. Der Kabarettist Deutschmann hat bereits vor Jahren prophezeit, dass im Laufe der Jahre Joschka Fischers Attacke auf den Bundestagspräsident (‚Mit Verlaub Herr Präsident Sie sind ein Arschloch’) verklärt wird und irgendwann nur noch als berühmte Arschlochlüge durch die Öffentlichkeit geistert. Nein die Grüne Partei, die noch ein Hauch von Revolution umweht hat gibt es längst nicht mehr. Joseph Boys –eines der Gründungsmitglieder der Grünen hat noch in den 70er Jahren festgestellt, dass die Politik längst zum Feind des Volkes geworden ist. Die Grünen wiederum sind längst zum Teil der Obrigkeitstreuen Politik geworden.
Das was man als Gegenreflexe –wie etwa bei Stuttgart 21- bezeichnen könnte, ist schlichtweg Humbug. Den ‚Wutbürger’ gibt es nicht, zumindest nicht für all jene die es gewohnt sind ihre Bürgerrechte wahrzunehmen. Das ist bestenfalls eine Erfindung jener, die Basisdemokratie gerne romantisch verklären. Letztlich geht es bei diesen Protesten, es spielt keine Rolle ob es gegen den Bahnhof oder gegen das Windrad in der Nachbarschaft ist, lediglich um das Sankt Florians Prinzip, wenn die Gefahr droht, dass es Veränderungen in der eigenen kleinen heilen Welt gibt.
Die Grüne Partei als Spitze der Anti-AKW Bewegung? Auch das trägt bisweilen groteske Züge. Viele der echten Aktivisten haben sich längst von den Grünen losgesagt, zumal sich der eine oder andere noch lebhaft daran erinnert, dass Trittin selbst während der rot-grünen Regierungszeit die Proteste gegen den Castortransport untersagt hatte.
Auch wenn die anderen Parteien das Thema längst besetzt haben, ändert es nichts daran, dass die breite Masse die Grünen immer noch mit dem Atomausstieg in Verbindung bringen.
So sehr man kurzfristig von Fukushima profitiert hat, so sehr wird das Thema in der Zukunft Löcher reißen. Der Atomausstieg scheint besiegelt, das Thema rutscht immer mehr vom Tisch.
Damit werden die Grünen das letzte Stück Identität verlieren, quasi den kleinsten gemeinsamen Nenner des bunten Sammelsurium.
Wofür stehen die Grünen eigentlich jetzt.
Nun so richtig scheint das niemand mehr zu wissen. In Freiburg, wo gut situierte Grüne ganze Stadtviertel in einen Auto freien Bioladen umwandeln, scheint man ganz andere Vorstellungen zu haben wie in Berlin oder Hamburg.

Das wiederum muss wohl Renate Künast derzeit in Berlin feststellen. Wer mit den Freiburger Ideen in Berlin antritt muss recht schnell feststellen, dass das mit den dortigen Vorstellungen so gar nicht kompatibel ist. Teile der Berliner Grünen fordern eine Freigabe des Hanfes, wer dem flächendeckende Rauchverbote und eine blumig beschriebene drogenfrei Welt entgegen setzt, braucht sich doch allen Ernstes nicht wundern, dass man sich dem Vorwurf des Öko-Spießertums ausgesetzt fühlt.
Während man im beschaulichen Tübingen oder Freiburg von Autofreien Arealen träumt, wird man sich die Augen reiben, dass die Berliner noch nicht einmal was von einer flächendeckenden Tempo30 Zone halten.
Mann kann die Widersprüchen in der Partei nicht deutlicher zur Schau stellen indem man Kretschmann, als biederen, eher konservativen Grünen auf die Berliner Welt loslässt.
Den Grünen würde zunächst ein Blick auf die eigene Partei genügen um festzustellen, dass im eigenen Laden alles andere als ein schlüssiges Konzept und klare Strukturen herrschen.
Hier könnte ein wenig Gleichmacherei sogar noch was bewirken.

 
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
No Comments  comments 
formats

Freiheit, Sicherheit und Fahrradhelme

Ausgestellt am 8. August 2011 vom in Allgemein

Nichts könnte die verweichlichte Gesellschaft besser symbolisieren als der Fahrradhelm. Schlimm genug, dass sich der Mitfünfziger in enge Radlerhosen quält um sich dem Aussehen einer Presswurst deutlich näher zu kommen, nein er setzt sich auch noch ein unförmiges Ding auf den Kopf. Mehr noch er scheint dieses Stück Designkotze fast noch mit Stolz zu tragen.
Natürlich könnte man unterstellen, er versuche zu unterstreichen, dass er beim Fahren Geschwindigkeiten erreicht, die sich mit denen von Alberto Contador durchaus messen lassen können. Ist aber nicht so, selbst die Motivation dafür in der Öffentlichkeit wie eine degenerierte Vogelscheuche rumzurennen scheint eine andere zu sein.
Man signalisiert damit: Ich bin einer der Guten. Ein politisch Korrekter, einer der Verantwortung für sich und letztlich auch für die Gesellschaft übernimmt. Ein Schutzbeauftragter und ein Schutzbefohlener gleichermaßen.

Tatsächlich war es Benjamin Franklin, der es einst formulierte:
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.

Wie auch immer, wir merken schon: Freiheit und Sicherheit vertragen sich kaum besser als als der Papst und ein feuchtfröhlicher gangbang. Wo die Sicherheit zunimmt oder zunehmen soll, ist die Freiheit der Leidtragende.
‚Eine einfache Geschichte’ argumentieren vornehmliche die Fahrradhelmträger: Die Freiheit des einen endet dort, wo die des anderen anfängt. Das ist natürlich nicht argumentiert, sondern meist –in verschiedenen Form- das Nachplappern einer Parole ohne jeglichen Tiefgang.

Tatsächlich ist dieses Zitat in seinem Ursprung –zumindest in sinngemäßer Form auf Kant zurück zu führen. Freilich wird das wild aus dem Zusammenhang gerissen und der vorangegangene Satz des großen Denkers unterschlagen, der da lautet:

Niemand kann mich zwingen, auf seine Art (wie er sich das Wohlsein anderer Menschen denkt) glücklich zu sein, sondern ein jeder darf seine Glückseligkeit auf dem Wege suchen, welcher ihm selbst gut dünkt….

Es heißt auch nicht, die Freiheit endet dort wo die des anderen beginnt sondern:

……wenn er nur der Freiheit anderer, einem ähnlichen Zwecke nachzustreben, die mit der Freiheit von jedermann nach einem möglichen allgemeinen Gesetze zusammen bestehen kann, (d.i. diesem Rechte des andern) nicht Abbruch tut.

Der entscheidende Punkt ist daher, die objektive –sofern es Objektivität überhaupt gibt- Prüfung ob die Rechte beider koexistieren können. Das zumindest erteilt all jenen eine deutliche Absage, die mit missionarischem Eifer eine Reduzierung der Komplexität anstreben, in dem in der Öffentlichkeit alles verboten wird, was man einem aus dem Privaten nicht geläufig ist. Und das ist freilich mittlerweile recht komplex geworden.
Einen Hinweis darauf welch verquerte Züge das mittlerweile bereits annehmen kann, fand ich in einer Reklamation an den Reiseveranstalter TUI:

Ein Mann forderte einen Nachlass auf eine Australien Reise. Er hatte versucht ein Krokodil zu streicheln, das Reptil hatte erstaunlicherweise nach ihm geschnappt, ihn jedoch zum Unglück für die Menschheit nicht erwischt. Die Forderung begründete sich darauf, dass der Reiseveranstalter es versäumt habe ihn ausreichend davor zu warnen.

Genau das dürfte den Nährboden darstellen für den ‚Handlungsbedarf der Gesetzgebung. Der Wiener Philosoph Robert Pfaller formuliert es in Anlehnung an den Satz von Hannah Arendt ‚niemand hat das Recht zu gehorchen’ entsprechend zeitgemäß:
‚Niemand hat das Recht ein kompletter Idiot zu sein, keine Regierung hat das Recht ihn als solchen zu behandeln’.

Kant wiederum formuliert es folgendermaßen:

Eine Regierung, die auf dem Prinzip des Wohlwollens gegen das Volk als eines Vaters gegen seine Kinder errichtet wäre, d.i. eine väterliche Regierung (imperium paternale), wo also die Untertanen als unmündige Kinder, die nicht unterscheiden können, was ihnen wahrhaftig nützlich oder schädlich ist, sich bloß passiv zu verhalten genötigt sind, um, wie sie glücklich sein sollen, bloß von dem Urteile des Staatsoberhaupts, und, daß dieser es auch wolle, bloß von seiner Gütigkeit zu erwarten: ist der größte denkbare Despotismus.

Unglücklicherweise orientieren sich die Herrschenden weder an Pfaller noch an Kant oder anderen großen Denkern, sondern formulieren munter in einem Stakkato neue Gesetze und Regulierungen, so unsinnig Sie auch sein mögen.
Hier geht es bisweilen schlicht um die eigenen Bedürfnisse. Die EU Kommissarin für das Ressort Justiz brachte es in einem Interview ganz einfach auf den Punkt: Es gibt für einen Juristen nichts Größeres als eigene Gesetze zu verfassen.
Mein Lieblingsbeispiel ist nach wie vor die Forderung der EU Parlamentarierin Nessa Childers, die flächendeckend Warnschilder vor Nebel aufstellen möchte.

Wie auch immer, mit jedem Gesetz, jeder neuen Verordnung, jeder Regulierung verlieren wir ein Stück Freiheit. Um diesen Makel einigermaßen zu kaschieren, bedienen wir uns eines Kunstkniffs: Wir tun so als ob die diese staatlichen Eingriffe gleichzeitig neue Freiheiten bringen. Zumindest verbal.
Wenn wir die bösen Substanzen aus den Lebensmitteln verbannen, nennen wir es fettfrei, alkoholfrei, kalorienfrei. Wenn wir Rauchverbote erlassen, nennen wir es die neue Rauchfreiheit und selbst wenn fanatische Sicherheitsmaßnahmen greifen sollen, dann dient das der Unfallfreiheit oder zumindest den terroristenfreien Zustände. Jedes Gesetz eine neue Freiheit!

Ein Bibelzitat lehrt uns: ‚Es ist Dir gesagt, Mensch was gut ist…’, es lehrt uns nicht was des Guten zuviel ist. In einem kürzlich in der New York Times erschienen und von der Welt aufgegriffenen Artikel beklagen sich Psychologen, dass die Verordnungen für amerikanische Spielplätze mittlerweile satte 64 Seiten umfasst, und im Sinne der Sicherheit haarklein die Details regelt wie beispielsweise der Sitz der Schaukel (Vollschale!) oder die homöopathische Neigung der Rutsche beschaffen sein muss. Was bedingungslos der Sicherheit dienlich ist, scheint hier an anderer Stelle große Probleme aufzuwerfen.
Straight down formuliert kann man sagen: es fehlt einfach der Kick. Psychologisch formuliert heißt das dann, es fehlen die emotionalen Mechanismen aus Angst („schaff ich das?“) und Stolz („geschafft!“), so dass die Wissenschaftler zum Schluss kommen, dass ein gebrochener Arm zwar schlimm, Defizite in der Entwicklung aber deutlich schlimmer sind.

Ein gutes Beispiel dafür sind –um zum Ursprung zurück zu kehren- Fahrradhelme.
Meine beste Freundin ist Ärztin und beklagt sich seit geraumer Zeit über das Sicherheitsaccessoire. Wenn die kleinen Plagen mit Ihren Fahrrädern behelmt zum Spielplatz donnern, mag das ja nachvollziehbar sein. Unglücklicherweise tragen die kleinen Scheißer den Helm dann dort auch während des Spielens und die Wahrscheinlichkeit dass sie damit irgendwo hängen bleiben und sich eine ernsthafte Kehlkopfverletzung zuziehen ist weitaus höher, als dass ein Stein vom Himmel fällt.
Aber vielleicht liegt die Zukunft ja auch in einer gesondert zu entwickelnden Halskrause. Da müsste sich nur mal ein EU Kommissar der Sache annehmen.

 
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
No Comments  comments 
formats

Regulierungsfetischisten unter sich oder das neue Spießertum, die Grünen

Ausgestellt am 16. Juni 2011 vom in Allgemein

Hatte ich nicht vor kurzem noch gesagt, dass die Grünen verglichen mit Nessa Childers richtig gehend vernünftig sind. Das ist natürlich Quatsch.
Vorab allerdings nochmal ein Nessa Coup. Ebenfalls per Anfrage, offenbar Nessas Allzweckwaffe wird der Fokus auf ein mächtiges Problem gelenkt, das unerklärlicherweise bislang in der EU niemand registriert hatte: 3-D Brillen.
Nach der Wahrnehmung von Nessi, die zumindest nicht ganz falsch ist, nimmt der Anteil an 3-D Filmen innerhalb der EU deutlich zu. Er sei wohl, ich konnte die Zahlen leider nicht nachprüfen von 2% auf etwa 8% gestiegen. Das Schlimme daran ist, dass zu jedem dieser Filme eine 3-D Brille benötigt wird, die völlig sinnloser Weise produziert wird, weil es sich in der Regel um ein Einwegprodukt handelt.
Nessa will nun diesen ‘Mangel an Regulierung’ beseitigen, indem Kinos gesetzlich vorgeschrieben wird, dass die Brillen mehrfach verwendet werden müssen. Zumindest möchte sie gesetzlich fixieren, dass die Lichtspielhäuser verpflichtet werden, denjenigen Besuchern, die das Corpus delicti ein zweites Mal verwenden ein Nachlass auf den Eintrittspreis gewährleistet werden muss.
Liebe Frau Childers, sie mögen ja durch und durch sozialistisch geprägt sein, in einer freien Marktwirtschaft funktioniert es durchaus manchmal, dass der Markt diese Dinge regelt. Dem Kinomanager dürfte durchaus bewußt sein, dass massenhaft kostenlos verteilte Brillen einen Kostenfaktor darstellen, den es einzudämmen gilt. Glauben Sie tatsächlich, dass es da die Schützenhilfe der Nachtjacken aus Brüssel benötigt?
Eine, nein eigentlich zwei kleine Anmerkungen nebenbei dazu: Wochen später fordern Sie -abermals mittels Anfrage- eine Subventionierung von Kinos. Sind Sie schon mal auf die Idee gekommen, dass jede Art von Subventionierung die Marktmechanismen außer Kraft setzt und eben das monetär bedachte Lichtspielhaus keine drängende Notwendigkeit mehr sieht seriös zu wirtschaften. Womöglich in Folge dessen 3-D Brillen kostenlos verteilt?
Ich hab mal eben nachgeblättert, der Marktanteil der Kinofilme in Irland beträgt auf die gesamte EU gerechnet etwa 0,2% (daher wahrscheinlich auch Ihre glorreiche Idee der Subventionierung), nimmt man davon jetzt nochmal die 12% 3-D Filme….Ja Gott, die drei Brillen kann man doch gut und gerne persönlich verwalten.
Kurzum hier auf dem Festland könnte es gut und gerne passieren, dass Sie auf jemand treffen, der Sie durchaus ernsthaft fragt: Wer hat Ihnen denn ins Hirn geschissen?

Anyway, ich wollte ja auf mein eigentliches Thema zurück: Dass die Grünen durchaus in derselben Liga oder besser noch im selben Allstarteam sympathischer Bekloppter spielen können, belegt derzeit eindrucksvoll die Chefin der österreichischen Grünen Eva Glawischnig. Die Mutter zwei Kinder scheint derzeit die Welt so gestalten zu wollen, dass die zwei kleinen Scheißer vor jeden realen und erdachten Gefahren des Lebens verschont bleiben. In die Presse hat sie es zunächst mit ihrer Forderung nach einem Verbot aller Zigarettenautomaten geschafft. Weil -wie man das als Politiker ja immer so schon macht- irgendwo eine Studie aufgetaucht ist, die belegt, dass die kleinen Drecksäcke den Jugendschutz umgehen und illegal Zigaretten kaufen. Die Studie, offenbar von der Uni Gent in Belgien, findet sich natürlich nirgends, aber ich werde mir die schon noch besorgen. Tja wenn Frau Glawischnig ein klein wenig auf ihre EC Karte aufpaßt, würde sie der kriminellen Energie ihrer Gören den Garaus machen. Da tuts nicht besonders Not Millionen Erwachsene zwangsbeglücken zu wollen.
Aber damit natürlich noch längst nicht genug. Freilich möchte sie ein komplettes Rauchverbot in der Gastronomie, wahrscheinlich falls die Lütten nachts mal heimlich zechen gehen und -man höre und staune- ein Rauchverbot in den Biergärten.
Die grüne Vizebürgermeisterin in Wien, Maria Vassilakou, hat jüngst sämtlich Radfahrer als wilde Anarchisten entlarvt und will nun -um es mit den Worten von Nessa Childers zu formulieren- dem Mangel an Regulierung energisch entgegentreten. Eine der grandiosen Ideen ist das Anbringen von Nummernschildern an Fahrrädern.
Übrigens ist Radfahrer ein gutes Stichwort. Ich hatte zwar vermutet, dass nach den Rauchern die Dicken und die Konsumenten des Teufelszeugs Alkohol an den Prganger gestellt werden (keine Sorge das passiert schon ganz nebenbei), aber dass man tatsächlich derzeit dabei ist die Radfahrer zu ficken, das verwundert schon ein wenig.
Im Musterland der Prohibition also im Königreich Bayern ist es nunmehr Tankstelleninhabern untersagt Radfahrer nach 22 Uhr und an Sonn- und Feiertagen zu bedienen, weil – so das Ordnungsamt Regensburg – in diesen Zeiten nur ‘Reisebedarf’ verkauft werden darf. Aus nun wenig nachvollziehbaren Gründen, gehören nun Fahrradfahrer und Fußgänger nicht zu der Gattung Reisende.

Das wiederum dürfte nun doch zum Unmut der Grünen führen, sind doch die Umwelt und Gesundheitsbewußten tendenziell die wertvolleren Bürger. Zündstoff dürfte das allemal beinhalten, da Regulierungswut und die neue Spießigkeit eine Farbe haben:grün.
Wenn jetzt die regelwütigen Bevölkerungsteile gegenseitig aufeinander los gehen, verspricht es zumindest recht spannend zu werden.

Ich fahre jetzt erstmal an die Tanke, gönne mir eine fette Zigarre und hau mir ein paar Jägermeister rein. Natürlich mit dem Auto.

 
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
No Comments  comments 
formats

Die merkwürdigen Gedankengänge der EU Abgeordneten Nessa Childers

Ausgestellt am 10. Juni 2011 vom in Allgemein

Da ist die Sau schon wieder. Nein ich meine jetzt Nessa Childers, sondern vielmehr ihre Idee mit dem Rauchverbot in Autos.
Die Idee ist nicht neu, sondern ist die viel beschriebe Sau, die mit einer Frequenz durchs Dorf getrieben wird, dass leicht der Eindruck entsteht es handle sich um eine Vielzahl an Schweinen, die gleich einer Büffelherde durch die weite Prärie die europäischen Dörfer unsicher macht.
Es lohnt an dieser Stelle nicht zu diskutieren, ob die EU respektive Irland keine anderen Probleme hat als die ewig alte Leier. Ich denke doch, die meisten sind hinreichend bekannt. Immerhin allerdings sollten wir die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, dass die Art von Idee Hochkonjunktur hat, weil die EU andere Probleme hat. Als Nebelkerzen taugt der Kram allemal.
Bevor wir auf das Thema selbst kommen, werfen wir zunächst mal einen Blick auf die Abgeordnete selbst:
Nessa Childer ist eine stramme Sozialistin, die sich für ihre politische Karriere die irische Arbeiterpartei ausgesucht hat. Viel wird man darüber nicht finden, nur dass irgendwann erbost zur green party gewechselt hat, nachdem sie bei den Labours 2004 bei der Kommunalwahl nicht als Kandidatin aufgestellt wurde.
Nach vier grünen Jahren wechselte sie wieder zurück und wurde Kandidatin für das Eu Parlament.
Das bestätigt einmal mehr, dass jede vernünftige Partei ihre notorischen Besserwisser, Triefnasen und andere Arschlöcher so schnell wie möglich versucht nach Brüssel abzuschieben. Offenbar mit gutem Erfolg, schauen Sie sich doch in Brüssel um was da so im Parlament sitzt :)
Wie auch immer, beschäftigen wir uns ein klein wenig damit was Nessa Childers so alles im Parlament treibt.
Zunächst fällt auf, dass sie die EU-Kommission regelrecht mit Anfragen zuspamt.
Sage und schreibe 223 Anfragen hat die gute Frau in den vergangenen zwei Jahren verfasst. Offenbar scheint sie hier auf Penetranz zu setzen, zumal die Anfrage nach einem Rauchverbot im Auto schon mehrfach gestellt wurde. Vor der aktuellen Anfrage im April diesen Jahres zuletzt im November 2010.
Interessant dabei ist, dass die jetzige Anfrage quasi mit den Worten begründet wird:

„Wenn die europäischen Bürger in der Lage sind, während der Fahrt nicht mit dem Handy zu telefonieren und nahtlos die Gurtpflicht zu übernehmen, dann können sie auch aufhören zu rauchen, wenn Kinder im Auto mitfahren.“

Prima. Bei jedem Schulaufsatz Gemeinschaftskunde sechste Klasse würde in rot am Rand stehen „ das ist keine schlüssige Argumentation“.
Zumal die zu allem Überfluss auch noch falsch zu sein scheint, denn genau dieselbe Nessa Childer formuliert drei Wochen später diese Anfrage an die Eu-Kommission:

Subject: Mobile phone usage and driving
Distracted driving is a serious and growing threat to road safety. With more and more people owning mobile phones, and the rapid introduction of new ‘in-vehicle’ communication systems, this problem is likely to escalate globally in the coming years, and also to evolve as technologies alter. The convergence of the evidence clearly shows that driver distraction is an important issue for road safety. At the same time, the quality and quantity of existing evidence is insufficient to state with confidence how risky distracted driving is, and among the many distractions, which pose the greatest risk, and under what circumstances.
What research has the Commission undertaken in this area? Does the Commission agree with the research that suggests that hands-free phones may be as distracting as hand-held phones? If so, what will the response of the Commission be in terms of promoting safe driving in Europe?
Sollten die Eu Bürger offenbar doch nicht in der Lage zu sein während der Fahrt auf das Telefonieren zu verzichten. Interessanterweise will die irische Sumpfkuh offenbar Freisprecheinrichtungen und so Zeugs gleich mit verbieten. Wir würden hier gerne direkt mit einsteigen und unseren Beitrag für die Sicherheit leiten:
Sollten wir nicht die Schilder, die wir aus jedem Bus kennen ‚bitte während der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen’ in jedem PKW anbringen? Wie steht mit genereller Helmpflicht für Fahrer und Insassen?
Der Straßenverkehr scheint es olle Nessa ohnehin angetan zu haben. Nach ihrer Angabe scheint es wohl Anfang Mai in Irland zu einem Verkehrsunfall gekommen zu sein, an dem zwei LKWs beteiligt waren. Die Unfallursache scheint Nebel und schlechte Sicht gewesen zu sein. Bereits am 9. Mai formuliert sie ihre Eingabe an die EU Kommission man müsse auf den Autobahnen EU weit vor Nebel warnen.
An dieser Stelle muss mir jemand helfen. Wie ist der irische Nebel beschaffen? Braucht man Schilder um den zu erkennen, oder wenn er nicht zu erkennen ist welches Problem stellt er genau dar?
Das ist so derart bescheuert, dass man sich gar nicht fragen möchte ob Frau Childer den Durchschnitt der Abgeordneten im EU Parlament darstellt. Wenn ja braucht einen tatsächlich nichts mehr zu wundern.
Einen oder zwei habe ich noch. Frau Childer möchte die Qualität der Luft in geschlossenen Räumen verbessern. Klar dass da ein Rauchverbot nach englischem Vorbild absolute Pflicht ist, neu ist, dass eine Reihe von Reinigungsmitteln verboten werden sollen und –halten Sie sich fest – Kerzen. Ganz übles Teufelszeug, zumindest in öffentlichen Gebäuden also wie wir längst wissen auch oder gerade in Kneipen.
Kirchen fällt mir da ein, eine Brutstätte für allerlei Krankheiten.
Ein ganz interessanter Vorschlag: Alle EU Bürger, die das 100.ste Lebensjahr erreichen sollen eine Prämie in Höhe von rund 2560 Euro erhalten, ach ja und die Eu Kommission möchte bitte gegen facebook aktiv werden. Weil das Netzwerk ‚social dysfunktions’ auslöst.
Heilige Scheiße, ich dachte schon unsere Grünen sind bekloppt, aber verglichen mit EU Parlamentariern af jeden Fall der irischen Labour Party, scheinen die fast wie seriöse Politiker.
Eigentlich wollte ich ja noch über Sinn und Unsinn, Privatsphären und Kontrollierbarkeit eines Rauchverbots im Auto räsonieren, aber angesichts des Stumpfsinns jener Politiker scheint mir das völlig vergeben Liebesmühe.
Ich geh jetzt erstmal runter ins Auto. Eine rauchen.

 
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
No Comments  comments